Viel umjubelter 3:2 Heimsieg gegen bisher unbesiegte Steyrer
Aufgrund der schon weitgehend bekannten tristen Personalsituation waren die Erwartungen vor dem Heimspiel gegen den zweitplatzierten der 1. Kl. OST, Bewegung STEYR naturgemäß nicht sehr hoch geschraubt.
Nicht so aber die Erwartungen des Trainerteams und der Mannschaft.
Die Betreuer Trainer Gerhard LINDINGER, Co-Trainer Goran BASARIC und TM-Trainer Andreas AIGNER bemühen sich neben der alltäglichen Trainingsarbeit auf dem Platz ihre Spieler auch in psychologischer Hinsicht weiter zu entwickeln.
Und so färbt der Siegeswille dieses Trios, den sie in jedem Training und in vielen Gesprächen ihren Spielern einzutrichtern versuchen, der sie übrigens alle drei auch schon zu ihren aktiven Zeiten auszeichnete, schön langsam auf die Mannschaft ab.
Schon in einigen Spielen ließen die Kicker den legendären NNKner Kampfgeist und Einsatzwillen den Gegnern spüren.
Genau jene Eigenschaften also waren an diesem Spieltag wirklich greifbar - sogar der verletzungsbediente Ausfall (aufgeplatzte und noch während des Spiels im Spital genähte Oberlippe) von Käptn T. HÖRTENHUBER in der 38. Minute konnte die eingeschworene Elf nicht bremsen.
Dieser Mannschaftsstärke musste auch der schon von vielen Seiten als "spielstärkstes Team des gesamten Unterhauses" bezeichnete Titelfavorit aus Steyr Tribut zollen.
Und nach 20. Minuten stand es überraschend, aber völlig verdient, bereits 2:0 für die Heimelf.
NEUNINGER T. in der 2. mit einem sehenswerten Kopfball und GSCHWANDTNER T. in seiner unnachahmlichen Art in der 20. Minute mit einem unglaublichen Spitz-Volley nach herrlichem Stangl-Paß von "Haxn" HAGINGER verblüfften die Zuseher und den Gegner. Daneben vergaben die beiden Stürmer aber jeweils noch eine 100-%ige Chance auf weitere Treffer. Genauso schnell wie die NNKner in Führung gingen, erfolgten aber der Anschluss- und Ausgleichstreffer für die Steyrer.
In der 27. und 30. Minute sorgten sie mit einem Doppelschlag für den 2:2 Pausenstand.
Das Spiel wurde tatsächlich mit verbissenem Einsatz geführt und beide Mannschaften schenkten einander nichts.
Gott sei Dank änderte der (übersichtige und gute) Schieri EHRENGRUBER nach dem Seitenwechsel die Art seiner Spielleitung und ahndete konsequent neben den vielen, oft versteckten Fouls auch die Undiszipliniertheiten der Spieler auf dem Platz.
Eine davon setzte dem Spiel von Bewegung - Verteidiger BIBERMAIR ein Ende - nach der gelb-roten Karte musste der Spieler in der 79. Minute vom Platz.
Eine Minute nach diesem Feldverweis verpasste zuerst GSCHWANDTNER eine weite Flanke am Elfer, konnte aber das Leder behaupten, passte kurz zu HAMMER, der den Ball gefühlvoll in die Mitte hob. Dort wartete schon Thomas NEUNINGER, der sich zu seinem 2. Kopfballtreffer in diesem Spiel in die Höhe schraubte, und wie anno dazumals Kopfballungeheur Horst HRUBESCH, den Ball gekonnt zum 3:2 unter die Latte wuchtete - NEUNI ist wieder da!! - so die Erfolgshymne des Spielers bei seinen Torjubeln.
Die Tormöglichkeiten in der 2. Hälfte waren ansonsten auf beiden Seiten verteilt, die STEYR-Chancen wurde allesamt von dem in der 2. Halbzeit bombensicheren Goali SKRASEK entschärft - an den Lattenkracher aus 25 Metern in der 89. Minute durch BITICAJ wäre er aber nicht herangekommen.
Da die dezimierten Gäste in der 2. Halbzeit aber trotz ihrer überlegenen spielerischen Qualitäten nicht mehr entscheidend zusetzen konnten, wurde der Tabellenführer verdient besiegt und der Jubel nach dem Schlusspfiff kannte keine Grenzen.
Siege gegen einen Tabellenführer und vor allem gegen einen, nennen wir es diplomatisch ausgedruckt, sehr eigenwillig agierenden Funktionär wie Steyr - Sektionsleiter Michael KETA als Linienrichter schmecken natürlich doppelt süß.
Kurz und bündig sei an dieser Stelle vermerkt, dass die Vereinsführung der Union NNK von allen seinen Funktionären und Trainern sportliche Fairness verlangt. Eine den Spielern und Zuschauern vorgelebte unsportliche Einstellung eines Funktionärs würde in den UNION NNK sicher nicht geduldet.
An dieser Stelle auch noch recht herzlichen Dank an den Obmann von Bewegung STEYR Rudolf SCHRÖDER, der in unkomplizierter und umsichtiger Weise einem Platztausch zustimmte (NNK erbat sich den Platztausch, weil sonst am Pfingstwochenende auf eigener Anlage gespielt hätte werden müssen, was ja wegen unseres Festes nicht möglich ist).
Dass dieser "geile" Sieg seinen Niederschlag im anschließenden OKTOBERFEST im Sportheim fand, braucht wohl nicht extra erwähnt zu werden.




