"Pflichtsieg" erkämpft
Mit großen Erwartungen, aber vielleicht etwas verunsichert durch die erste Frühjahrsniederlage im vorangegangenen Spiel gegen Altenberg gingen die NNKner in das Heimspiel gegen den Tabellenletzten KEMATEN. Nach 10 minütigem vorsichtigem Abtasten übernahmen die Heimischen rasch das Kommando am Spielfeld. Schon in der 12. Minute zeigte Kapitän Tobias HÖRTENHUBER wie es gehen könnte: er überspielte wie ein Brasilo drei Gegner und kam am 16er zum Schuss, der leider etwas zu schwach ausfiel und links am gegnerischen Tor vorbeiging. In der 15. Minute probierten es Dominik EBNER und KRENMAIER Markus mit einem doppelten Doppelpass und scheiterten ebenfalls knapp.
Die NNKner hatten in der ersten Halbzeit mit Sicherheit das richtige Konzept gewählt, um erfolgreich zu sein: sie setzten den Gegner durch konsequentes Forchecking schon in deren Abwehr unter Druck. Dieses Forchecking war dann erstmals in der 26. Minute von Erfolg gekrönt: nach einem Pressball und einem Stellungsfehler der gegnerischen Abwehr sprang der Ball zum völlig frei stehenden Dominik EBNER, der im Stile eines alten Routiniers den Ball flach am herausstürzenden Tormann zur 1:0 Führung vorbei schob. Sein erstes Tor in der Kampfmannschaft gleich beim 2. Spiel, indem er von Beginn an eingesetzt wurde. Und 2 Minuten später hätte der U17 Spieler seine tolle Tagesform gleich mit seinem zweiten Tor krönen können. Auf der linken Seite setzte sich GSCHWANDTNER durch, der schaute diesmal auf und bediente den wieder in der Mitte auftauchenden Youngster mit einem gefühlvollen und genauen Stanglpaß - leider verhinderte zu viel Rücklage von Dominik das 2:0.
Aber nur eine Minute trauerten die Fans dieser vergebenen Chance nach. Denn in der 29. Minute setzte Tobias HÖRTENHUBER nach einem gekonnten Doppelpaß mit THEISZLER unseren Stürmer GSCHWANDTNER ein, der ebenfalls flach und trocken zum viel umjubelten 2:0 traf.
Weitere gute Möglichkeiten der Heimmannschaft wurden oft zu ungestüm und schlussendlich auch zu ungenau vorgetragen. Ein Eckball und ein daraus resultierender Kopfball von THEISZLER an das Aussennetz sollte noch eine der wenigen gefährlichen Aktionen in der ersten Halbzeit bleiben.
Gleich nach der Pause patzte unser "Maibaumkönig" Wolfi HAGINGER - seinen Fehlpass konnte unsere aufgerückte Abwehr nicht mehr abfangen, und der gegnerische Stürmer hatte keine Mühe zum 2:1 Anschlusstreffer. Es dauerte etwa bis zur 73. Minute, dass sich das Team von diesem Gegentor erholte: einen Querpaß von HÖRTENHUBER Lukas verfehlte zuerst sein Bruder Tobias und der dahinter völlig alleine stehende GSCHWANDTNER haute über den Ball.
Diese ausgelassene Gelegenheit zur 3.1 Führung nützte dann aber Lukas H. in der 76. Min. selber - gegen seinen scharfen Flachschuss aus 16m hatte der Goali überhaupt keine Chance. Die entgültige Entscheidung führte dann der eingewechselte TEMPL Mathias herbei. KRENMAIER gewann einen Zweikampf mit dem Tormann, TEMPL nützte die Verwirrung, umspielte den Tormann und rollte zum 4:1 in die Maschen ein. Eine Riesenchance gleich danach vergab THEISZLER, der nach einem Traumpass in die Tiefe von Tobias H. alleine auf den Tormann zulief und den Ball aus 12 Metern neben die rechte Stange platzierte. In der 90. Minute setzte TEMPL dann den Schlusspunkt mit einem herrlichen Freistoßtor aus etwa 30m, den er im rechten Kreuzeck versenkte.
Alles in allem genossen die Spieler, ein zufriedener Trainer LINDINGER und die vielen Fans dieses torreiche Spiel, indem noch einige Chancen auf weitere Treffer ausgelassen wurden. Aber wollen wir nicht unzufrieden sein, denn sogenannte Pflichtsiege wie dieser, sind nie leicht einzufahren.
Dass sah auch Mittelfeldspieler THEISZLER so: "Es taugt mir, dass wir endlich einmal mehr Tore in einem Spiel erzielt haben. Leider vergab ich eine Riesenchance zum 4:1, aber der Ball hat sich versprungen, ich muss einmal ein Wörtchen mit unserem Platzwart reden."
Nach dem Spiel gab es die obligate "Sektfeier" für die Torschützen TEMPL, HAMMER Thomas; KRENMAIER und EBNER, die in den letzten Spielen ihr erstes Tor in der Kampfmannschaft erzielt haben.




