Jung - Papa als "man of the match"
Es war gar nicht die erste Halbzeit der Niederneukirchner.
Nur in den Anfangsminuten konnten die NNKner mit den viel aggressiver und bissiger auftretenden Hausherren mithalten. Und zu der eigenen Passivität gesellten sich auch noch unnötige Fehler. So köpfelte in der 8. Minute C. HÖRTENHUBER eine Flanke gerade aus dem Strafraum heraus genau auf den heranstürmenden Mittelfeldstar der Wolferner GOJE. Der lässt sich nicht lange bitten und jagt den Ball volley zum viel umjubelten 1:0 in die Maschen. Torhüter SKRASEK war zwar noch mit der Hand dran, konnte den Ball aber nicht mehr ganz ablenken. Drei Minuten später die schönste Aktion der NNKner im ganzen Spiel: nach einer kurzen Ballstaffette kam der Ball halbrechts auf NEUNINGER, der nicht selber schoss, sondern überlegt und cool auf KRENMAIER herein passte, welcher sich die Chance mit einem Flachschuss zum 1:1 nicht entgehen ließ.
Bis zur 45. Minute war das Spiel nicht mehr zum Anschauen.
WOLFERN konnte die optische Überlegenheit und die größeren Anteile an Ballbesitz in keinen zählbaren Vorteil umwandeln. HÖRTENHUBER Tobias hatte in der 28. und 32. Minute die größten Möglichkeiten mit einem Lupfer und einem Flachschuss für die NNKner, die jedoch beide das Tor der "Wolfes" knapp verfehlten.
Auch die zweite Halbzeit begann gar nicht wie gewünscht für NNK. Beide Mannschaften gaben zusehends ihre Ordnung or allem im Mittelfeld auf und ließen das taktische Konzept vermissen. Die "Wolfes" erkämpften sich langsam aber sicher die Kontrolle und Oberhand über das Spiel. Zu dieser Zeit, etwa Mitte der 2. Halbzeit glaubte auch keiner der zahlreich mitgereisten NNKner Fans auf der Tribüne mehr an einen zählbaren Erfolg ihrer Elf. Ausser ihrem Käptn Tobi HÖRTENHUBER und Hannes KRAWINKLER, der den gesperrten Mathias NEUNINGER als Abwehrchef vertrat, und fallweise auch Luki HÖRTENHUBER konnte man mit keinem!!! Spieler in taktischer und vor allem in kämpferischer und Hinsicht zufrieden sein. Manche Spieler mussten sich gerechtfertigter weise Unmutsäusserungen der Fans gefallen lassen.
Nur eines kann man dem Team der Rot-Weißen nicht absprechen: fehlende Moral!
Denn als als SZÜCS nach einem Super-Freistoß mit kleiner Mithilfe unserer Kralle und vorangegangenem unnötigen Foul von C. HÖRTENHUBER seine Elf in der 79. Minute mit 2:1 in Führung schoss, glaubten alle Zuschauer schon an eine Vorentscheidung. Doch nix da! Vom Anstoß weg erkämpften sich die nun angesichts der drohenden Niederlage und nicht zuletzt auch wegen der Hereinnahme von EBNER und GSCHWANDTNER viel engagierter auftretenden Gäste den Ball nach einem Gestocher im gegnerischen Strafraum. "Jung-Papa" Christoph HÖRTENHUBER nahm sich ein Herz und jagte den Ball mit links vom 5er ins lange Kreuzeck - 2:2.
Und jetzt lösten sich entgültig alle taktischen Vorgaben bei beiden Mannschaften: Riesenchancen im Minutentakt auf beiden Seiten. Auf NNKner Seite vergaben die größten Möglichkeiten GSCHWANDTNER und EBNER.
Dann Eckball in der 89. Minute und Christoph H. wurde entgültig zum Matchwinner: mit Glück und seiner Schulter beförderte er den Ball zum viel umjubelten 3:2 Auswärtssieg in die Maschen. Und die vielen und lautstarken NNKner Fans auf der Tribüne freuten sich mit den Spielern.
Stimmen zum Spiel:
Tobi HÖRTENHUBER: "Ich weiß nicht an was es liegt, dass manche Spieler nicht auf Touren kommen. Andere sind leider nicht in Form und versuchen es mit der Brechstange, dann geht gar nichts mehr. Aber gerade solche Spiele musst du gewinnen und speziell auswärts gegen Wolfern mit den vielen Zuschauern machte es richtig Spaß."
Co-Trainer Goran BASARIC: "Mir gefällt die Vorbereitung mancher Spieler am Freitag und Samstag nicht. Ich will jetzt nicht der guten alten Zeit nachweinen, aber einige Spieler müssen im Match mehr Herz zeigen. Aber trotzdem toll, wie sie das Spiel noch gedreht haben."
Obmann Hermann ROHM: "Ich kann mich der Meinung von Goran bezüglich der Vorbereitung einiger jungen Spüieler nur anschließen. Sie wollen sicher ihr Leben auskosten, aber in einem Mannschaftssport müssen alle, wirklich alle an einem Strang ziehen. Und eine gute Vorbereitung auf ein Match beginnt nach einem ordentlichen Training durch die Woche schon am Freitag. Ich glaube, dass dann auch die Lauf- und Spielfreude am Matchtag größer wird. Heute aber freuen wir uns über den nicht mehr erwarteten Derbysieg gegen Wolfern. Was da an Emotionen auf der Tribüne herausbrach, war wirklich ein Erlebnis. Und morgen wird unser Coach LINDINGER sein Team schon wieder auf das schwierige Heimmatch gegen den Titelfavoriten Spital/P. einschwören, denn dieses Match wird ungleich schwerer werden."




