Historischer Heimsieg gegen EIDENBERG/GENG - 4:3
Man muss lange in der NNKner Fußballgeschichte zurück blättern, um einen ähnlichen Erfolg wie den an diesem Sonntag zu finden. Es ist tatsächlich schon 19 Jahre her, als die NNKner im Auswärtsspiel gegen den damaligen Vizemeister der 2. Kl. Mitte-Nord Union MÜHLBACH mit 3:0 und 4:1 hinten lagen, und anschließend Goran BASARIC auf Vollgas schaltete und den Rückstand quasi im Alleingang noch in einen 5:4 Sieg verwandelte. Genau das gelang dem NNKner Team auch an diesem Sonntag. Zur Pause lagen sie schon mit 0:2 hinten. Der Rückstand wäre nicht nötig gewesen, jedoch ein schnelles 0:1 nach HÖRTENHUBER Luki - Abspielfehler im Mittelkreis und ein sehr zweifelhafter Elfer verhalfen den Mühlviertler Gästen zur 2:0 Pausenführung. Und wie in manch vergangenen Spielen konnten die Heimischen wieder ihre Topchancen nicht nützen: EBNER schoss im Gegenstoß nach dem 0:1 Rückstand auf die Stange, später vergaben noch DICKINGER und THEISZLER sogenannte "Tausender".
Eine leichte Unzufriedenheit machte sich in der NNKner-Elf breit, leicht zu erkennen daran, dass nicht mehr jeder für jeden läuft, manche Spieler eigensinnig werden und sogar auf Mitspieler und Zuschauer reagieren.
Was folgte war eine der legendären Pausenansprachen von Trainer Manuel DIETINGER. Keine Spur in seiner Rede von Resignation oder "Draufhauen" auf manchen "UnterFormSpieler" - nein, im Gegenteil - kurze taktische Anweisungen und Motivation für die 2. Hälfte (Originalton: ".......und wenn sie uns das 3:0 machen, ist es auch egal, wir sind stark genug und spielen sofort auf ein 3:3").
Tatsächlich fiel in der 48. Minute das vermeintlich vorentscheidende 0:3 - eine Flanke von rechts riss dem EIDENBERGER über den Aussenrist ab und senkte sich unhaltbar über Goali PEPÖCK zum 0:3 ins lange Kreuzeck.
Alle Zuschauer waren sich zu diesem Zeitpunkt einig: gegen diesen starken Gegner ist heute nix drinnen - ihnen gelingt alles und selber verhauen wir die besten Möglichkeiten.
Als aber THEISZLER in der 54. Minute einen kurz abgespielten Freistoß von Käptn Tobi HÖRTENHUBER mit einem knallharten Schuss aus 18m zum 1:3 in den Maschen versenkte, ging ein Ruck durch die Mannschaft. Plötzlich kehrte das Selbstvertrauen zurück und EIDENBERG verlor etwas den Faden. Als dann HÖRTENHUBER Luki nach einem Corner der Anschlusstreffer zum 2:3 gelang, leckte das Dietinger-Team richtig Blut. Ganz klar übernahmen die NNKner jetzt das Kommando und eine Angriffswelle auf die nächste rollte Richtung EIDENBERG Tor. Nachdem dann MÜLLER in der 70.Minute der Ausgleich gelang, waren Spieler und Zuschauer ausser Rand und Band.
In der Zwischenzeit wurden BERGER Stefan und KRENMAIER Markus eingewechselt. Und der lange rekonvaleszent gewesene "König der Standards" fügte sich gleich standesgerecht ein. In der 81. Minute konnte der EIDENBERG Goali nur mit Mühe seinen 20m-Hammer in den Corner abwehren. Den folgenden Eckball trat er selbst - THEISZLER stieg hoch und köpfelte zur 4:3 Führung ein. Ein Waaaaaaaahnsinnnnnnn - 0:3 hinten und auf 4:3 gestellt - "Heimat bist du großer Söhne" - und glücklicherweise haben die Spieler einmal nicht auf ihren Coach gehört und wollten mehr als ein 3:3
- das Straftraining ob dieser Nichtbefolgung einer Trainerweisung wird wohl ausbleiben..........
Nur der Unkonzentriertheit der Stürmer in den Schlussminuten ist es zu "verdanken", dass der Sieg nicht noch höher ausgefallen ist. Als dann in der 85. Min. das Eidenberger Abwehrbollwerk Parkfrieder nach einer Notbremse an Ander NEUBURGER ausgeschlossen wurde, und die kurze Schlussoffensive der Gäste überstanden war, pfiff der Schieri die denkwürdige Partie ab und NNK ging als verdienter Sieger vom Platz.
Nach dem Schlusspfiff kam es noch zu kleinen emotionalen Gefechten auf dem Mittelkreis, die Schieri NEMETH humorlos mit einer gelb-roten Karte gegen Ümit GÜNGÖR quittierte.
Schiedsrichter NEMETH zu den strittigen Situationen:
"die Elfersituation gegen NNK habe ich genau gesehen: der NNKner Spieler hat beim Versuch den Ball zu spielen gleichzeitig den Knöchel des Gegenspielers und den Ball getroffen, daher war für mich der Elferpfiff ganz klar. Den Ausschluss zum Ende des Spieles gegen EIDENBERG war als Notbremse zu bewerten und daher auch eine klare Entscheidung für mich. Nach dem Schlusspfiff schloss ich den NNKner Spieler mit Gelb-Rot aus, weil er sich unsportlich gegenüber der Gastmannschaft verhalten hat."
Auch die 1b-Mannschaft siegte nach einem 0:1 Pausenrückstand mit 3:2. Und auch hier drückte ein THEISZLER dem Spiel seinen Stempfel auf, indem der ältere der beiden, Philipp 2 Tore erzielte. Erwähnenswert vor allem sein Traumtor zur 2:1 Führung, als er einen Corner volley übernahm und den Ball ins Kreuzeck donnerte.
Die nächsten Spiele werden zur kleinen Standortbestimmung für den weiteren Meisterschaftsverlauf: es warten die heimlichen Titelfavoriten ANSFELDEN auswärts und WILHERING am Samstag, den 24.9. als nächster Heimgegner.




