Am Schluss hieß es 9 gegen 10...
Die Niederneukirchner startetet offensiv, wollte man doch mit einem Sieg den Anschluss an die Spitze wahren und sich von den hinteren Rängen deutlich absetzen. Leider brachte die Überlegenheit wie so oft keinen zählbaren Erfolg in Form von Torchancen. Stattdessen folgte die kalte Dusche. Die völlig harmlosen Gäste gingen in Führung. Ein Freistoß knapp nach der Mittellinie wurde planlos hoch in den Strafraum geschossen, Tormann Roman Neubauer verfehlte den Ball, der so den Weg ins Tor fand. Die Heimelf steckte den Schock allerdings schnell weg und drückte weiter auf das Tempo, ohne Erfolg. Stattdessen schwächte sich die Lindinger Elf selbst. Lukas Hörtenhuber, etwas übermotiviert nach einer Woche Kletterkurs, musste nach zu hartem Einsteigen in der 40. Minute mit gelb/rot vom Platz. Davor war schon Thomas Gschwandtner verletzt ausgeschieden.
In der zweiten Halbzeit wollte man den Ausgleich mit einem Mann weniger erzwingen. Die Gäste wurden klar beherrscht, aber ein Mittel zum Knacken der Abwehr wurde nicht gefunden, die einzige Chance vergab Thomas Neuniger. zehn Minuten nach der Pause musste Hannes Krawinkler mit einer blutenden Platzwunde am Kopf vom Platz, für ihn kam Youngster Dominik Ebner, der nochmals neuen Schwung brachte und fünf Minuten danach schon im Mittelpunkt stand. Der Haidershofner Stefan Wimmer wurde nach einem Foul ohne Ball an Ebner ausgeschlossen und das obwohl das Spiel zu diesem Zeitpunkt unterbrochen war. Ob Schiri Pflanzelter das vergehen überhaupt gesehen hat, darf bezweifelt werden. Damit war auf jeden Fall das alte Kräfteverhältnis wieder hergestellt. Am Spielverlauf änderte das nicht, die Niederneukirchner hatten weiterhin ein klares Übergewicht. Beinahe wäre den Gästen dann aber aus einem Konter das 2:0 geglückt, doch die Latte rettete für Goalie Neubauer. In der 73. Minute dann der nächste unrühmliche Höhepunkt: NNK-Käpitän Tobias Hörtenhuber traf einen herangrätschenden Gegenspieler mit dem Fuß in der Bauchgegend, was der Schiri wohl zurecht als Tätlichkeit wertete und ihn des Feldes verwies. Das Nachschlagen des Gegenspielers blieb ungeahndet.
Der Niederneukirchner Kampfgeist war damit aber nicht gebrochen und in der 90. Minute wurde der Wille der Hausherren belohnt. Thomas Neuninger beendete seine Torsperre und erzielte per Kopf den Ausgleich.




